Meine fachliche Ausrichtung
Der systemische Denkansatz ist beeinflusst von unterschiedlichen theoretischen Strömungen: Der Kybernetik 1. und 2. Ordnung, dem Konstruktivismus, dem Autopoiese-Ansatz und Luhmanns Ausführungen zur soziologischen Systemtheorie, um nur einige zu nennen.
Dabei werden Menschen, Gruppen oder Organisationen als Teil eines größeren Systems betrachtet.. Hierbei wird betont, dass Probleme, Verhaltensweisen oder Entwicklungen nicht isoliert betrachtet werden sollten, sondern in ihrem Kontext und ihren Wechselwirkungen mit der Umgebung.
Oder anders:
Systeme bestehen aus miteinander verbundenen Teilen, deren Wechselwirkungen das Verhalten und die Dynamik des Gesamtsystems bestimmen. Veränderungen sind immer relational und nie isoliert.
Wichtige Grundideen:
1. Verbindungen sehen: Alles, was jemand tut, wirkt sich auf andere aus - in der Familie, im Team oder im Umfeld. Man schaut deshalb auf die Beziehungen und nicht nur auf Einzelne.
2. Stärken nutzen: Jeder hat Fähigkeiten und Stärken. Diese sollen bei der Lösung von Problemen helfen.
3. Andere Blickwinkel: Probleme werden aus verschiedenen Perspektiven betrachtet, um neue Lösungen zu finden.
4. Fragen stellen: Mit gezielten Fragen wird herausgefunden, wie Menschen und Dinge zusammenhängen.
5. Zukunft im Fokus: Es wird mehr darüber gesprochen, wie die Lösung aussehen könnte, als darüber, wann das Problem entstanden ist.
Bildlich kann man sich ein Mobilé gut vorstellen: Wenn man ein Element bewegt, wirkt sich das auf das gesamte Gebilde aus. Jedes Teil des Mobilés passt sich an, bis ein neues Gleichgewicht entsteht..
Unser Arbeitsprozess
Nach einem ersten Kennenlernen habe ich Ihr Anliegen verstanden. Wir vereinbaren dann ein erstes Treffen mit dem Gegenstand der Auftragsklärung (Zieldefinition), worauf sich infolgedessen der weitere Ablauf unserer Sitzungen stützt. Im weiteren Prozessverlauf verändert / erweitert sich Ihre Perspektive, was Ihnen den Weg ebnet für eigene, neue Lösungsfindungen. Unser Kontrakt endet, wenn Sie per definitionem Ihr Ziel erreicht haben. Aus der Erfahrung heraus liegt dieser Prozess für Coaching- und Beratungsanfragen zwischen zwei und acht Sitzungen. Nach jeder Sitzung vereinbaren wir bis zum Prozessende einen Folgetermin. Sie entscheiden, ob Sie am Ende eines Prozesses weiteren Bedarf haben oder unser Kontrakt endet.
Im teamsupervisorischen Kontext sind zeitlich größere Abstände üblich (ca. 8 Wochen oder quartalsweise) und enden, wenn Sie Ihr (Entwicklungs-)Ziel erreicht haben. Größere Abstände sind in Fallsupervisionen ohne Einfluss, weil jede supervisorische Einheit für sich abgeschlossen ist. Es kann Anschlussaufträge geben, das ist jedoch nicht zwingend.
Im Einzel- und privaten Setting sind die Zeitabstände erfahrungsgemäß eher geringer (wöchentlich, 14-tägig oder monatlich).
(Den Ersttermin vereinbaren wir zeitnah telefonisch. Dort lernen wir uns kennen, erfassen Ihr Anliegen und Sie schauen, ob ich für Sie die richtige Ansprechpartnerin bin. Die Anschlusstermine am Ende einer Sitzung; im Rahmen dessen sprechen wir auch über die zeitlichen Abstände.)
Meine Arbeitshaltung
Mein professioneller Blick richtet sich von Beginn an auf Ihre Ressourcen und ist generell systemisch-lösungsorientiert. Dabei verstehe ich meine zentrale Dienstleistung als neutrale Sicht von außen, in einer Neuordnung und -betrachtung sowie Perpektiverweiterung Ihrerseits in Bezug auf die zugrundeliegenden Fragestellungen und deren Lösungen.
Ich verstehe mich als Prozessbegleiterin auf der Suche nach Ihren individuellen und für Sie passenden Lösungen.
Ein persönlich wichtiges Anliegen
Ich folge in der Arbeit mit Ihnen meinem, „Hilfe zur Selbsthilfe“ zu leisten zu wollen. D.h. in dem Sie sich selber besser verstehen lernen, wie Sie in bestimmten Situationen und zwischenmenschlichen Bezügen handeln.
Die Inhalte unserer Arbeit verlassen unseren Arbeitsraum nicht. Ich unterliege der Schweigepflicht. Nur Sie selbst informieren Dritte über Ihren Arbeitsprozess.
Meine Grenzen
Stellt sich im Laufe unserer Arbeit ein erhöhter, therapeutischer Bedarf heraus, dem mit Hilfe des systemischen Ansatzes nicht hinreichend Rechnung getragen werden kann, würde ich das ansprechen und an eine entsprechende Fachstelle weiter verweisen.
Anliegen zur kompletten Umstrukturierung ganzer Unternehmen flößen mir (noch) zu hohen Respekt ein. Da würde ich empfehlen, etablierte Unternehmensberatungen anzufragen.
Fragestellungen, die Sie zu mir führen
- Sie werden zunehmend unzufriedener auf der Arbeit und wissen nicht woran das liegt? - Sie wollen einen guten Umgang damit finden, dass es Sie weniger belastet?
- Die Atmosphäre in Ihrem Team verschlechtert sich zusehends und streben aber gemeinsam eine Besserung an?
- Sie hadern mit Ihrer Entscheidung, ob Sie beruflich etwas Neues wagen wollen oder nicht?
- Sie merken in Ihrer Führungsposition, dass Sie „den Draht zu Ihren Mitarbeiter*innen verlieren“, die Arbeitsleistung der Gruppe sich verschlechtert hat und Sie keine hilfreichen Lösungsansätze mehr parat haben?
- Sie erhalten in Ihrer Führungsposition noch mehr Verantwortung dazu und sind sich unsicher, ob Sie der Herausforderung gewachsen sind?
- Sie haben mit Minderwertigkeitsgefühlen im Vergleich mit Kolleg*innen zu kämpfen und wollen „innerlich wachsen“?
- Kommunikationsstrukturen verbessern? Geht das überhaupt und wenn ja, wie?
- Mobbing ist für Sie kein Fremdwort? Sie wollen einen Ausweg finden aus Ihrer empfundenen Opferposition?
- Sie sind sich nicht sicher, ob Sie in dem Ihnen anvertrauten Fall / Auftrag noch auf der richtigen Spur sind? Ihnen gehen die Ideen zu hilfreichen Interventionen aus? Ihre Schützlinge kommen nicht in die Entwicklung?
- Sie fühlen sich sexuell belästigt in Ihrem beruflichen Umfeld?
- Ihre Mitarbeiter*innen kündigen nach kurzer Zeit wieder, obwohl die Tätigkeit viele Gestaltungsmöglichkeiten und Entwicklungschancen bereithält und objektiv betrachtet attraktiv ist?
- Sie leiden an einem „Burnout“, fühlen sich erschöpft und nicht mehr arbeitsfähig?
- Sie wollen unternehmerisch eine große Veränderung vornehmen und gleichzeitig - entsprechend Ihres Führungsverständnisses - die Interessen Ihrer Mitarbeiter*innen berücksichtigen? Wie geht das unter einen Hut?
Mit diesen und ähnlichen Fragestellungen sind Sie bei mir an der richtigen Adresse!
Ethischer Rahmen
Die Gespräche zwischen uns unterliegen der Schweigepflicht. Nur zum Zweck der Qualitätssicherung meiner Arbeit würde ich bei persönlichen Hürden selbst Supervision in Anspruch nehmen und das Anliegen anonym skizzieren. In solchen Fällen würden Sie von mir darüber informiert. Es besteht Ihrerseits immer die Möglichkeit, dem zu widersprechen.